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Meditation & Chakras – Anfänger-Tipps

In diesem Artikel könnt ihr nochmal meine Meditations-Tipps aus meinem Youtube VLog nachlesen, da das ja doch einige Informationen waren, die man sich nicht alle auf einmal merken kann :) Zudem habe ich noch ein paar kleine Ergänzungen mit eingebracht.

  1. Geduld
    Es ist anfangs nicht leicht, 20 Minuten oder länger still und entspannt für eine Meditation zu bleiben. Oft stellen sich Rückenschmerzen ein, die Beine schlafen ein, man schweift mit den Gedanken ab oder langweilt sich.
    Geduld ist daher mit einer der wichtigsten Punkte beim Meditieren. Aber nicht nur am Anfang, sondern auch später, wenn das Sitzen bereits leicht fällt und die Gedanken nur noch selten abschweifen. Da steigt dann nämlich die Erwartungshaltung. Doch auch hier braucht es Geduld, denn nicht immer läuft eine Meditation gut oder angenehm. Am Besten nichts erwarten, sondern einfach nur möglichst still da sitzen und die Zeit verstreichen lassen.
  2. Regelmäßigkeit
    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das trifft auch im Hinblick auf das Thema Meditation zu. In den ersten Monaten sollte man immer zur gleichen Zeit meditieren, da sich dann eine Gewohnheit einstellt und sich Körper und Geist zur betreffenden Zeit irgendwann schon automatisch auf eine Ruhemodus einstellen.
    Zudem erlangt man viel schneller Fortschritte, wenn man regelmäßig meditiert. Bereits nach 2 Wochen täglichem meditieren ist die Rückenmuskulatur schon besser aufgebaut und das Sitzen fällt deutlich leichter. Auch die Gedanken rücken bereits nicht mehr so in den Vordergrund und Körper und Geist konnten sich an das Meditieren gewöhnen.
  3. Gedanken
    Viele glauben, sie dürften beim Meditieren keine Gedanken haben und versuchen dadurch, sie zu kontrollieren, sie zu unterdrücken und sie zu verurteilen. Dabei ist es etwas ganz Natürliches Gedanken zu haben, der Trick ist, sie nicht mehr wichtig zu nehmen. Sobald man versucht die Gedanken zu kontrollieren oder sie bewertet (positiv wie negativ), konzentriert man sich auf sie und schweift von der Meditation ab. Man sollte lernen, nur Beobachter zu sein, die Gedanken zu akzeptieren und sie wie Wolken ziehen zu lassen.
  4. Richtiges Sitzen
    1. Setze dich in einem für dich bequemen Schneidersitz auf den Boden. Als Unterlage kannst du für dich einen Teppich, eine Yogamatte oder eine dünne Decke nehmen. Es ist wichtig, dass du auf einem festen und stabilen und nicht zu kaltem Untergrund sitzt.
    2. Du kannst ein Meditationskissen verwenden, um bequemer zu sitzen. Für mich haben sich Halbmond-förmige Kissen als praktisch erwiesen. Setze dich auf das Kissen und rutsch dann langsam nach vorne, bis du weder richtig auf dem Kissen sitzt, noch auf dem Boden, sondern eher etwas in der Luft hängst. So blockierst du keine Nerven und die Beine schlafen auch bei längerem Sitzen nicht ein.
    3. Die Knie sollten nicht in der Luft hängen, da du sonst nicht richtig entspannen kannst. Wenn deine Knie beim Sitzen nicht auf dem Boden zum liegen kommen, dann leg dir ein Kissen oder eine gefaltete Decke darunter.
    4. Den Rücken begradigen kann man sehr gut, indem man das Schambein leicht nach oben zieht, so gleicht man vor allem ein Hohlkreuz aus. Es hilft zudem, hinten in die Hose zu greifen und das Sitzfleisch nach oben zu ziehen. Wenn sich Jemand anderes seitlich hinter einen stellt, kann man sich auch gut an dessen Bein ausrichten.
    5. Die Schultern sollten ganz entspannt nach unten hängen und die Hände bequem auf Oberschenkeln oder Knien liegen.
    6. Wähle das Chin-Mudra mit Handinnenfläche nach oben für einen offenen / nach Außen gerichteten Energiekreislauf und das Jnana-Mudra mit Handinnenfläche nach unten für einen geschlossenen / nach Innen gerichteten Energiekreislauf.
    7. Den Kopf begradigst du, indem du das Kinn ganz leicht Richtung Brustbein ziehst und den Hinterkopf ganz leicht nach oben und hinten.
  5. Ort
    Wähle für dich am Besten anfangs immer den gleichen Ort zum Meditieren und einen Platz, an dem es möglichst ruhig ist, damit dich keine Geräusche, andere Personen oder Zugluft ablenken. Je öfter du meditierst, desto mehr Ruhe und positive Energie wird sich über diesen Ort ausbreiten, was deine zukünftige Meditationspraxis unterstützt.
  6. Art der Meditation
    1. Phantasiereisen: Diese Art der Meditation dient hauptsächlich der Entspannung und wird meistens im Liegen ausgeführt. Die Gefahr des Einschlafens ist hier sehr groß.
    2. Geführte Meditationen: Diese Meditationen werden in der Regel im Sitzen ausgeführt und der Meditierende wird Schritt für Schritt angeleitet, so dass er erst zur Ruhe kommt und dann einem spirituellen Ziel, wie z.B. der Aktivierung eines Chakras, näher gebracht wird. Durch die sitzende Haltung ist die Gefahr des Einschlafens sehr gering und durch den Fokus auf die Stimme des Erzählers können die Gedanken nicht so einfach abschweifen.
    3. Stille Meditationen: Diese Meditationen sind die schwierigsten, aber auch das Ziel eines Meditierenden, da Meditation auf lange Sicht dazu führen soll, wieder zur eigenen Stille, zum Ur-Selbst zu finden. Gerade am Anfang ist die stille Meditation aber sehr anstrengend, da die Gedanken oft abschweifen, man Spannungen im Körper stark wahrnimmt und man sich unverarbeiteten Problemen stellen muss.
  1. Konzentrationspunkt
    Vor allem bei der stillen Meditation ist es am Anfang sehr wichtig einen Konzentrationspunkt zu haben. Dieser verhindert, dass die Gedanken zu schnell abschweifen und ermöglicht es, schnell wieder in die Meditation zurückzufinden, wenn man sich doch mal ablenken lässt. Als Konzentrationspunkt eignen sich besonders gut die Beobachtung des Atems (z.B. an den Nasenlöchern oder die Bewegung des Atems durch den Körper) oder das Wiederholen eines Mantras mit jedem Ein- und Ausatmen (z.B. Aum, So Ham)
  2. Chakras
    1. Das Wurzel-Chakra / Muladhara-Chakra befindet sich zwischen Geschlechtsteil und Anus
    2. Das Sakral-Chakra / Svadisthana-Chakra befindet sich auf Höhe des Schambeins auf der feinstofflichen Wirbelsäule und als Spiegelpunkt an der Vorderseite des Körpers.
    3. Das Nabel-Chakra / Manipura-Chakra befindet sich auf Höhe des Bauchnabels auf der feinstofflichen Wirbelsäule und als Spiegelpunkt an der Vorderseite des Körpers.
    4. Das Herz-Chakra / Anahata-Chakra befindet sich auf Höhe des Herzens auf der feinstofflichen Wirbelsäule und als Spiegelpunkt an der Vorderseite des Körpers.
    5. Das Kehl-Chakra / Visuddha-Chakra befindet sich auf Höhe der Kehle auf der feinstofflichen Wirbelsäule und als Spiegelpunkt an der Vorderseite des Körpers.
    6. Das Stirn-Chakra / Ajna-Chakra befindet sich zwischen den Augenbrauen auf der feinstofflichen Wirbelsäule / im Zentrum des Kopfes und als Spiegelpunkt an der Vorderseite des Körpers.
    7. Das Scheitel-Chakra / Sahasrara-Chakra befindet sich am obersten Punkt des Kopfes.

Für alle, die das zugehörige Video noch nicht kennen:

Ich hoffe, meine Tipps konnten euch etwas weiterhelfen. Würde mich über Feedback freuen und natürlich könnt ihr mir auch weiterhin eure Fragen zusenden, die ich gerne beantworte :)

Mojos Fazit: Geduld, junger Jedi :)

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7 Gedanken zu „Meditation & Chakras – Anfänger-Tipps

  1. Hallo,
    ich bin anfänger und wollte wissen ab das meditieren auch negativ beeinflussen kann .
    Da ich geneigt bin ängstlich zu sein bzw. leichte angstzustände habe stellt sich mir die frage ob da meditieren mir hilft.
    2.Frage : Wie oft sollte bzw. darf man am Tag meditieren .

    vielen dank im voraus :)

  2. Hey Mojo,
    Mein name ist Vincent, bin 17 und Waldorfschüler der Freien Waldorfschule in Flensburg.
    In der 11 bzw. 12 Klasse muss man eine Jahresarbeit erarbeiten, und da mich das Thema schon länger interessiert hat, habe ich für mich das Thema Meditation gewählt. Ich bin 100% neuling auf diesem Gebiet und habe wirklich kein Plan wie ich das angehen soll… Das Internet ist überschwämmt mit Infos über das Thema aber ich weis nicht woran ich mich da halten soll, oder was davon wirklich stimmt…
    Ich hab mir jetzt ein paar Videos von dir angeschaut und du machst einen echt netten eindruck ;)
    Um zum Punkt zu kommen : Wie fängt man bei diesem riesigen Thema an O.o ? welche Meditationsart empfielst du mir als anfänger ?

    Kann man mit dir in Kontakt treten z.b. per Skype oder Telefon ? :) würde mich sehr über eine Antwort freuen :)

    Liebe grüße, Vincent :)

    1. Lieber Vincent, ich habe dir eine Mail geschickt :)

  3. Liebe Mojo, wo bekomme ich so ein abgerundetes Mediationskissen? Ich finde nur die Eckigen und die ganz runden :) Danke schonmal.

    Und deine Tipps haben mir wirklich sehr geholfen, ich verstehe jetzt warum ich immer wieder aufgehört habe.

    Liebste Grüße
    Fey

    1. Schau mal hier im Shop http://www.handelsturm.de/shop/thaikissen.html – Die werden dort als Nackenkissen verkauft, eignen sich aber wirklich super als Meditationskissen. Alle meine Schüler wollten irgendwann nur noch auf denen sitzen :)

  4. Hi,

    schön viele Informationen, danke erst mal :-)
    nur Punkt 4 f macht mir ein bisschen Schwierigkeiten,

    ich habe leider nicht ganz verstanden in welchen Situationen der nach Außen gerichteten Energiekreislauf und wann der Innen gerichteten Energiekreislauf am sinnvollsten eingesetzt werden kann/sollte.

    1. Generell würde ich empfehlen, den nach Innen gerichteten Energiekreislauf zu verwenden, wenn sich die Meditation hauptsächlich um dein Inneres dreht. Z.B. möchtest du in dir einen Energiefluss herstellen, der Bereiche des Körpers heilt oder durch bestimmte Chakras fließt.
      Meistens verwendet man aber den offene / nach Außen gerichteten Energiekreislauf, wenn man Energien von außen aufnimmt oder abgibt, z.B. um die Verbindung mit dem Universum oder Mutter Erde herzustellen.
      Vllt hilft dir das etwas weiter. Aber du kannst auch einfach für dich spüren, was sich richtig in dem jeweiligen Moment anfühlt. Bei Meditationen und Spiritualität geht es nicht darum, etwas haargenau nach Anleitung zu machen, sondern es geht sehr viel über die eigene Wahrnehmung und was sich für dich in der jeweiligen Situation richtig anfühlt :)

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