Geschrieben am

Buddha über seine Lehren

Buddha
Buddha
Siddhattha Gotama - Buddha

Siddhattha Gotama, besser als der Buddha bekannt, erforschte vor 2500 Jahren das Problem des menschlichen Leidens. Er brauchte viele Jahre, um schließlich einen Weg zu finden, sich von allem Leiden und aller Spannung zu lösen und die Wahrheit zu erfahren – seine Erkenntnisse gab er anschließend an andere Menschen weiter.

Buddha stellte sich niemals über andere Menschen oder behauptete gar übermenschlich zu sein. Auch hat er nie behauptet göttlich oder von göttlichen Eingebungen beeinflusst zu sein, sondern er erreichte lediglich die Vollkommenheit der menschlichen Qualitäten, die er besaß und die jeder von uns besitzt.

Buddha bezeichnete seine Lehren als das Gesetz der Natur, nicht als eine Religion, Philosopie oder Glaubenssystem. „Ich lehre und lehrte stehts nur über das Leiden und die Auflösung des Leidens“ (Anhuradha Sutta) und über nichts anderes lehrte und diskutierte er.

Er bezeichnete sich nicht als Erfinder oder Usprung seiner Lehren, sondern bezeichnete sie als die grundlegende Wahrheit, die bereits viele vor ihm erfahren hatten und viele nach ihm erfahren werden und empfand es als richtig, dass die Menschen Zweifel empfanden:

„Glaube nicht einfach, was dir gesagt wird oder was immer von früheren Generationen überliefert worden ist oder was der allgemeinen Meinung entspricht oder was die Schriften behaupten. Akzptiere eine Sache nicht allein aufgrund logischer Schlussfolgerungen als wahr noch aufgrund der Bewertung ihrer äußeren Erscheinung oder weil du Vorlieben für eine bestimmte Ansicht hegst oder aufgrund ihrer Plausibilität oder weil dein Lehrer dir sagt, dass es so ist.
Aber wenn du selbst aufgrund direkter Erfahrung sicher weißt, ‚diese Grundsätze sind unheilsam, tadelnswert und werden von den Weisen verurteilt; nimmt man sie für sich an und führt sie aus, richten sie nur Schaden an und erzeugen Leiden‘, dann solltest du sie aufgeben.
Und wenn du selbst aus direkter Erfahrung weißt, ‚diese Grundsätze sind heilsam, untadelig und werden von den Weisen gepriesen; nimmt man sie für sich an und führt sie aus, führen sie zu Wohlergehen und Glück‘, dann solltest du sie akzeptieren und in die Praxis umsetzen.“ (Digha Nikaya)

Für Buddha war die höchste Autorität die eigene Erfahrung der Wahrheit, nicht Vertrauen oder Glauben. Deshalb lehrte Buddha nur das, was er durch direktes Erkennen erfahren habe und womit er andere dazu ermutigen wollte, selbst direkte Erfahrungen und Wissen zu sammeln. „Mache ein jeder von euch sich selbst zu einer Insel, macht euch selbst zu eurer Zuflucht; es gibt keine andere Zuflucht. Macht die Wahrheit zu eurer Insel, macht die Wahrheit zu eurer Zuflucht; es gibt keine andere Zuflucht.“ (Maha-Parinibbana Suttanta)

Buddha wollte keine esoterische Lehre entwickeln, sondern das Gesetz der Natur so verständlich erklären, dass jeder Mensch es erfassen und sich vom Leiden befreien kann.

Mojos Fazit: Die Wahrheit hat den Vorrang, nicht derjenige, der sie lehrt.

Print Friendly, PDF & Email
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.